Rolex für Einsteiger: Die wichtigsten Modellreihen im Überblick
Rolex bietet über ein Dutzend Modellfamilien an. Sie ähneln sich auf den ersten Blick, unterscheiden sich aber in Details, Technik und Einsatzgebiet. Die wichtigsten Reihen lassen sich nach Verwendungszweck ordnen: Alltag, Sport, formelle Anlässe. So sehen Sie, worauf es beim ersten Kauf ankommt.
Die Alltagsklassiker: Oyster Perpetual und Datejust
Die Oyster Perpetual ist die schlichteste und günstigste Einstiegslinie von Rolex. Sie zeigt nur die Uhrzeit, hat kein Datum und keine Zusatzfunktionen. Das Gehäuse gibt es in verschiedenen Größen; die kleineren Varianten passen besser zu schmalen Handgelenken. Die Uhr eignet sich für alle Situationen, vom Büro bis zum Wochenende. Wer eine reduzierte, zeitlose Uhr ohne Schnickschnack sucht, ist hier richtig.
Die Datejust ist die meistverkaufte Modellreihe von Rolex und die logische nächste Stufe. Sie zeigt zusätzlich das Datum in einem kleinen Fenster bei der 3-Uhr-Position, über dem eine Zyklopenlinse die Anzeige vergrößert. Die Datejust gibt es in vielen Zifferblattfarben, Lünettenvarianten und Armbandoptionen, vom klassischen Jubiläumsband bis zum sportlichen Oysterband. Sie ist die vielseitigste Uhr der Kollektion und passt zum Anzug wie zur Jeans. Für Einsteiger ist sie die sicherste Wahl, weil sie kaum von Modetrends abhängt und ihren Wert gut hält.
Sportmodelle: Submariner, GMT-Master und Explorer
Die Submariner ist die Taucheruhr von Rolex und seit den 1950er-Jahren das Vorbild für nahezu alle modernen Taucheruhren. Das Gehäuse ist wasserdicht, die drehbare Lünette misst die Tauchzeit, und das Zifferblatt ist auch bei schlechtem Licht gut ablesbar. Die Submariner trägt sich im Alltag bequem, wirkt aber sportlicher als eine Datejust. Wer eine robuste Uhr sucht, die auch beim Schwimmen oder Tauchen getragen werden kann, ist hier richtig.
Die GMT-Master wurde ursprünglich für Piloten entwickelt, die mehrere Zeitzonen im Blick behalten müssen. Sie zeigt eine zweite Zeitzone über einen zusätzlichen Stundenzeiger und eine zweifarbige Lünette, die Tag und Nacht unterscheidet. Die bekannteste Variante trägt wegen ihrer blau-roten Lünette den Spitznamen "Pepsi". Für Vielflieger oder Menschen mit Kontakten in andere Zeitzonen ist die GMT-Master die praktischste Rolex, auch wenn sie im Alltag genauso getragen wird wie eine Submariner.
Die Explorer ist die unscheinbarste Sportuhr von Rolex, aber eine der wichtigsten. Sie wurde für Expeditionen und Bergsteigen entwickelt, hat keine drehbare Lünette und zeigt nur die Uhrzeit mit einem schlichten, gut ablesbaren Zifferblatt. Die Explorer ist kleiner und flacher als Submariner und GMT-Master, trägt sich dadurch unauffälliger und passt unter jede Manschette. Wer eine sportliche Rolex sucht, die nicht sofort als solche erkennbar ist, findet in der Explorer die richtige Uhr.
Der Chronograph: Daytona
Die Daytona ist die einzige Chronographenlinie von Rolex, also eine Uhr mit Stoppfunktion. Sie wurde für Motorsport und Rennfahrer entwickelt und hat drei kleine Hilfszifferblätter für die gestoppten Zeiten. Die Daytona ist die begehrteste und am schwersten zu bekommende Rolex, weil die Nachfrage das Angebot seit Jahren übersteigt. Für Einsteiger ist sie weniger geeignet, weil sie teurer und seltener ist als die anderen Modelle und weil die Stoppfunktion im Alltag nur selten gebraucht wird. Wer eine Uhr mit technischer Faszination sucht und bereit ist, lange zu warten oder auf dem Gebrauchtmarkt einen Aufpreis zu zahlen, sollte die Daytona in Betracht ziehen.
Worauf Sie beim ersten Kauf achten sollten
Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie drei Dinge klären: die Größe, die Wasserdichtigkeit und den Zustand.
Die Gehäusegröße ist der wichtigste Faktor für den Tragekomfort. Rolex bietet verschiedene Gehäusegrößen an; die meisten Männeruhren haben eine mittlere Größe. Eine Uhr sollte nicht über das Handgelenk hinausragen und nicht zu locker sitzen. Probieren Sie verschiedene Größen an, bevor Sie sich festlegen, denn die Wirkung am Handgelenk lässt sich nicht aus Katalogen ablesen.
Die Wasserdichtigkeit ist für die meisten Alltagssituationen zweitrangig, aber nicht unwichtig. Alle Rolex-Modelle sind wasserdicht; das reicht für Händewaschen, Regen und versehentliches Eintauchen. Nur die Submariner und die Sea-Dweller sind für echtes Tauchen geeignet. Wenn Sie nicht tauchen, brauchen Sie keine höhere Wasserdichtigkeit.
Beim Kauf eines Gebrauchtmodells sollten Sie auf den Zustand von Gehäuse, Glas und Armband achten. Kratzer lassen sich oft polieren, aber ein stark zerkratztes oder beschädigtes Gehäuse senkt den Wert erheblich. Lassen Sie sich die Servicehistorie zeigen und prüfen Sie, ob ein autorisierter Rolex-Händler oder ein unabhängiger Uhrmacher die Uhr gewartet hat. Ein Serviceprotokoll erhöht die Sicherheit, dass die Uhr korrekt funktioniert.