So pflegen Sie Ihre Quarzuhr richtig
Eine Quarzuhr läuft mit einer Batterie und braucht weniger Aufmerksamkeit als eine mechanische Uhr. Trotzdem halten regelmäßige Handgriffe die Uhr genau und das Gehäuse gepflegt. Welche Pflege richtig ist, hängt vom Uhrentyp, den Materialien und den Herstellerangaben ab.
Gehäuse und Armband reinigen
Leichte Verschmutzungen und Fingerabdrücke entfernen Sie meist mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Wasser oder Reinigungsmittel verwenden Sie nur, wenn Material, Beschichtung und die angegebene Wasserdichtigkeit der Uhr das erlauben. Bei beschichteten Oberflächen gelten die Pflegehinweise des Herstellers.
Lederarmbänder vertragen keine Feuchtigkeit, keinen Schweiß, keine Kosmetika und keine starke Wärme. Reinigen Sie sie vorsichtig mit einem trockenen oder nur leicht angefeuchteten Tuch und lassen Sie sie anschließend bei Raumtemperatur trocknen. Metallbänder reinigen Sie je nach Ausführung mit einem weichen Tuch oder einer weichen Bürste. Auch Kunststoff-, Silikon- und Textilbänder brauchen eine auf das Material abgestimmte Reinigung.
Krone und Drücker vor Wasser schützen
Bevor die Uhr mit Wasser in Kontakt kommt, müssen Krone und Drücker vollständig geschlossen oder verschraubt sein. Bedienelemente betätigen Sie unter Wasser nicht, außer die Anleitung des Modells erlaubt es ausdrücklich. Wer die Krone unter Wasser zieht, riskiert, dass Feuchtigkeit ins Gehäuse eindringt und das Werk beschädigt.
Batteriewechsel: selbst oder beim Uhrmacher
Bleibt eine Quarzuhr stehen, bewegen sich die Zeiger nicht mehr oder geht sie plötzlich vor- oder nach, ist in den meisten Fällen die Batterie leer. Die meisten Quarzuhren verwenden eine Knopfzelle, meist in der Normgröße SR626SW, SR920SW oder einem ähnlichen Typ.
Eine einfache Drei-Zeiger-Uhr ohne Datum und ohne Hintergrundbeleuchtung kommt mit einer Batterie in der Regel zwei bis fünf Jahre aus. Uhren mit Datum, Wecker, Chronographen-Funktion oder beleuchtetem Zifferblatt brauchen mehr Strom und haben eine kürzere Batterielebensdauer.
Ob Sie den Batteriewechsel selbst machen oder zum Uhrmacher gehen, hängt von der Uhr ab. Bei einer einfachen Uhr mit aufschraubbarem Gehäusedeckel ist der Wechsel mit dem passenden Werkzeug machbar. Bei Modellen mit verschraubter Krone, kompliziertem Gehäuse oder besonderer Wasserdichtigkeit lohnt der Gang zum Fachmann, weil er die Dichtungen prüfen und erneuern kann.
Dichtungen prüfen lassen
Die Dichtungen halten Wasser und Staub aus dem Gehäuse. Sie altern und werden spröde, besonders bei häufigem Wasserkontakt oder starken Temperaturschwankungen. Ein Uhrmacher kann die Dichtungen prüfen und die Wasserdichtigkeit testen. Das ist vor allem nach einem Batteriewechsel sinnvoll, weil dabei das Gehäuse geöffnet wird.
Richtig lagern
Lagern Sie die Uhr an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur, geschützt vor starker Hitze und direkter Sonneneinstrahlung. Ein Schmuckkästchen oder eine weiche Aufbewahrungstasche schützt das Gehäuse vor Kratzern. Wenn Sie die Uhr längere Zeit nicht tragen, bewahren Sie sie so auf, dass sie nicht herunterfallen oder an anderen Gegenständen scheuert.
Diese Fehler schaden der Uhr
Die häufigsten Schäden entstehen durch Wasser in Kombination mit offenen Bedienelementen, durch falsche Reinigungsmittel und durch Wärme. Wer die Krone unter Wasser zieht oder die Drücker betätigt, riskiert einen Wasserschaden. Lederarmbänder gehören nicht ins Wasser und nicht in die pralle Sonne. Aggressive Reiniger können Beschichtungen angreifen. Auch Sauna, Schwimmbad und langes Liegen in der prallen Sonne setzen der Uhr zu.
Wann ein Uhrmacher helfen sollte
Suchen Sie einen Uhrmacher auf, wenn Sie unsicher beim Batteriewechsel sind, wenn Feuchtigkeit im Zifferblatt sichtbar ist oder wenn die Uhr trotz neuer Batterie unregelmäßig geht. Auch wenn die Uhr nach einem Sturz oder einem Wasserkontakt nicht mehr richtig läuft, gehört sie in die Werkstatt. Ein Fachmann kann das Gehäuse öffnen, das Werk prüfen und die Dichtungen erneuern. Das ist günstiger als eine spätere Reparatur.