Uhrenmarke Ebel

Die Uhrenmarke Ebel

Erwähnenswert sind die aktuellen Modelle aus der Ebel-Uhrenkollektion: Eine 100-jährige Überwachungsgeschichte Im Jahr 2011 wird die Uhrenmarke Ebel ihren hundertsten Jahrestag feiern. Der Werdegang der Produktfamilie Blum und ihrer Marken zeugt von Pioniergeist, Innovationskraft und Erfolg, aber auch von den Auf und Ab, die nahezu jedes Uhrenunternehmen im Laufe der Dekaden durchlebt hat. Die Künstlerin Eugène Blum, deren Unternehmen sich allmählich von einfachen Anlässen zu einem globalen Unternehmen entwickelt hat, wurde am 16. Juni 1875 als neunte und letzte Tochter von Budweiser Budvar und seiner Ehefrau gegründet.

Seinen ersten Arbeitsplatz hatte er nach einer Kaufmannsausbildung bei seinem Halb-Bruder Maurice Blum gefunden, der bereits eine kleine Uhrenmanufaktur in La Chaux-de-Fonds an der Parkrate, unweit des jetzigen Firmengeländes, führte. Als 1899 die Speiseröhre in La Chaux-de-Fonds eingeweiht wurde, traf er Alice Lévy, die Tochter eines französischen Kaufmanns aus dem französischen Hinterland.

Mit dabei war Alice Lévy, die nicht nur die beeindruckende Gesamtsumme von 40'000 Schweizer Franken (heute wahrscheinlich rund eine Millionen Mark), sondern auch viel Tatkraft und kaufmännisches Wissen mitbrachte. Möglicherweise hat diese konzentrierte Fachkompetenz Eugène Blum dazu veranlasst, seinen Berufswunsch aufgeben. Genau eine Handelswoche später, am 16. Juni 1911, meldeten Eugène und Alice Lévy ihre Wortmarke Ebel - das Kürzel steht für Eugène Blum et Lévy - zur Eintragung in das Firmenbuch der Gemeinde La Chaux-de-Fonds an.

Sitz des Jungunternehmens war ein Haus in der Rue de la Serre 65, unweit des Bahnhofs, der früher für eine Möbelmanufaktur namens Perrenoud gebaut worden war. Von Beginn an richteten Alice und Eugène ihre Aufmerksamkeit auf eine Art von Uhr mit Zukunft: die Armmantel. Nur ein Jahr nach der Gründung des Unternehmens präsentieren Blasen und Levy ihre ersten Uhren, und auf der Weltausstellung 1914 präsentieren sie ihre erste umfangreiche Sammlung in zwei Schaukästen, die aus Uhren, Hängeuhren und Ringetuhren bestehen, in denen Hebelwerke in Größen von 5 bis 10 Strichen getickt werden.

Mit der für diese Leistung verliehenen Medaille in Gold konnte das Unternehmen seinen Ruf bei Uhrenherstellern, Firmen- und privaten Kunden ausbauen. Die Hauptakquisition der Ebel in den ersten Dekaden umfasste die Fabrikproduktion und die Eigenmarkenproduktion von kompletten Armbanduhren. Dennoch entwickelten Eugène und Alice Blum auch ihre eigenen Armbanduhren mit der lebendigen Handschrift Ebel.

Schließlich waren diese Uhren das weltweite Flaggschiff der Traditionsmarke. Im Inneren hatten sich die Blumser auf eine äusserst vernünftige Arbeitsaufteilung geeinigt: Eugène betreute die diversen Absatzmärkte, Bestellungen und Produktionen; seine Ehefrau war im Sekretariat tätig, betreute das Team, kämpfte mit den Zulieferern und betreute bis ins letzte Detail. Einerseits war es die Arbeit mit den anderen.

Dabei brachen so bedeutende ausländische Märkte wie Österreich-Ungarn, Rumänien, Spanien und das Zarenreich, wo sich Ebel als offizielle Lieferantin des Hauses des Zaren etabliert hatte, buchstäblich über Nacht ein.

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