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Uhrenarmband wechseln: Anleitung und Materialauswahl

Ein Uhrenarmband sitzt sicher, wenn Befestigung und Breite zur Uhr passen. Messen Sie den Abstand zwischen den Bandanstößen (den Hörnern am Gehäuse). Federstege sind kleine Stifte mit federnden Enden, die das Band am Gehäuse halten. Prüfen Sie, ob das Band mit Federstegen, einem Schnellverschluss mit Hebel oder einer anderen Befestigung hält.

Für den üblichen Wechsel mit Federstegen genügen meist ein passendes Federstegwerkzeug, eine weiche Unterlage und eine ruhige Hand. Bei festen, verschraubten oder speziell geformten Anschlüssen beachten Sie die Anleitung des Uhrenherstellers. Ist die Befestigung unklar, lassen Sie das Band von einem Uhrmacher wechseln.

Uhrenarmband richtig ausmessen

Messen Sie die Bandanstoßbreite zwischen den Innenseiten der Hörner, dort, wo die Federstege sitzen. Eine Schieblehre liefert ein genaues Maß; ein Lineal hilft, wenn die Markierungen gut ablesbar sind. Prüfen Sie die Breite direkt an der Uhr, besonders wenn das alte Band ausgeleiert oder verformt ist. Kaufen Sie kein Band, das nur mit Druck in den Anstoß passt oder seitlich Spiel hat.

Achten Sie außerdem auf die Breite am Schließenende. Viele Bänder verjüngen sich vom Gehäuse zur Schließe. Wenn Sie die vorhandene Schließe weiterverwenden möchten, muss das neue Band dort ebenfalls passen. Die Bandlänge sollte zu Ihrem Handgelenk passen. Orientieren Sie sich an einem gut sitzenden alten Band und gleichen Sie die Maße mit der Größentabelle des Anbieters ab, denn solche Tabellen sind nicht einheitlich.

Die richtige Breite allein genügt bei manchen Uhren nicht. Bei integrierten Anschlüssen, stark gewölbten Bandenden oder Endgliedern, die nur zu einem bestimmten Uhrenmodell passen, brauchen Sie ein speziell geformtes Band. Prüfen Sie in solchen Fällen die Angaben des Uhrenherstellers oder eines Fachhändlers.

Werkzeug und Vorbereitung

Für einen üblichen Wechsel mit Federstegen benötigen Sie ein Federstegwerkzeug mit Gabelspitze. Die Gabel greift den Steg zwischen Band und Gehäuse und drückt ihn zusammen. Eine weiche, saubere und rutschfeste Unterlage schützt das Gehäuse und fängt kleine Teile auf. Arbeiten Sie bei gutem Licht und legen Sie die Uhr so ab, dass sie stabil liegt und Sie den Federsteg sicher erreichen.

Federstege verbinden das Band mit dem Gehäuse. Ihre Länge und ihr Durchmesser müssen zur Uhr passen. Angaben zu üblichen Durchmessern sind Richtwerte und gelten nicht automatisch für jedes Modell. Verwenden Sie den vorhandenen Steg nur dann erneut, wenn er gerade und sauber ist und sich leicht zusammendrücken lässt. Ersetzen Sie einen verbogenen, beschädigten oder stark verschmutzten Steg durch einen passenden.

Federstegband wechseln

Arbeiten Sie ohne Kraft. Wenn das Werkzeug abrutscht oder sich der Steg nicht kontrolliert zusammendrücken lässt, halten Sie an. Druck kann das Gehäuse zerkratzen oder den Steg beschädigen.

  1. Legen Sie die Uhr mit der Unterseite nach oben auf die weiche Unterlage und führen Sie die Gabel des Werkzeugs zwischen Band und Gehäuse, bis sie den Federsteg greift.
  2. Drücken Sie den Steg vorsichtig zusammen und lösen Sie ein Ende aus der Bohrung im Gehäuse. Nehmen Sie das Band ab und prüfen Sie den Steg auf Schäden.
  3. Führen Sie den Steg durch das neue Band. Setzen Sie ein Ende in eine Gehäusebohrung, drücken Sie das andere Ende mit dem Werkzeug zusammen und führen Sie es in die gegenüberliegende Bohrung.
  4. Bewegen Sie das Band vorsichtig hin und her und ziehen Sie leicht daran. Beide Enden des Stegs müssen sicher in den Bohrungen sitzen.

Ein Steg, der nicht einrastet oder schief sitzt, hält das Band nicht zuverlässig. Tragen Sie die Uhr erst, wenn sich der Sitz sicher anfühlt. Wenn Länge oder Durchmesser des Stegs unklar sind, suchen Sie einen passenden Ersatz, statt den Steg mit Gewalt einzusetzen.

Schnellverschluss und Sonderformen

Bei einem Schnellwechselband sitzt an der Unterseite ein kleiner Hebel. Ziehen Sie ihn zur Bandmitte, setzen Sie das Bandende ein und lassen Sie den Hebel los. Sie benötigen dafür kein Werkzeug. Prüfen Sie anschließend, ob der Steg richtig in den Gehäusebohrungen sitzt.

Uhren mit festen Stegen haben keine herausnehmbaren Federstege. Hier kommen je nach Bauart Durchzugsbänder, Clips oder Bänder mit offenen Enden infrage. Bei verschraubten Befestigungen oder integrierten Metallbändern benötigen Sie die passende Ausführung und gegebenenfalls Spezialwerkzeug. Wenn die Konstruktion nicht eindeutig erkennbar ist, sollte ein Uhrmacher den Wechsel übernehmen.

Das Kürzen eines Metallgliederbands ist ein eigener Arbeitsschritt. Je nach Band halten Stifte oder Schrauben die Glieder zusammen. Ohne Kenntnis der Konstruktion und passendes Werkzeug sollten Sie die Glieder nicht herausdrücken oder lösen.

Uhrenarmband-Material auswählen

Wählen Sie das Material danach aus, wie und wo Sie die Uhr tragen. Leder wirkt klassisch und eignet sich für einen eher formellen Stil. Schweiß und anhaltende Feuchtigkeit beschleunigen jedoch den Verschleiß. Wischen Sie ein Lederband trocken ab und lassen Sie ein durchnässtes Band vollständig trocknen.

Metall lässt sich vielseitig kombinieren. Gliederbänder und Milanaisebänder aus feinem Metallgeflecht unterscheiden sich in Optik und Beweglichkeit. Metallbänder sammeln Schmutz zwischen den Gliedern und brauchen gelegentliche Reinigung. Prüfen Sie bei einem Ersatzband außerdem, ob die Endstücke zur Uhr passen und ob das Band gekürzt werden muss.

Kautschuk, Gummi und Silikon passen zu einem sportlichen Einsatz und fühlen sich je nach Ausführung unterschiedlich an. Schweiß und Salzwasser belasten die Oberfläche. Auch Öl setzt ihr zu. Reinigen Sie das Band regelmäßig und spülen Sie es nach Kontakt mit Salzwasser ab.

Nylon und andere Textilbänder sind leicht und wirken leger; Durchzugsbänder eignen sich auch für manche Uhren mit festen Stegen. Das Bandmaterial bestimmt jedoch weder die Wasserdichtigkeit der Uhr noch die zulässige Belastung. Halten Sie sich dafür an die Angaben des Uhrenherstellers.

Wann ein Uhrmacher helfen sollte

Bei einem einfachen Federsteg- oder Schnellwechsel lässt sich das Band häufig selbst tauschen, wenn Werkzeug und Maße stimmen. Ein Uhrmacher ist die bessere Wahl, wenn das Gehäuse empfindlich oder wertvoll ist, der Anschluss verschraubt oder integriert ist oder ein Steg festsitzt. Lassen Sie auch prüfen, ob das Band sicher sitzt, wenn Lücken sichtbar sind, das Band schief sitzt oder Sie beim Ersatzband unsicher sind.