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Uhrenarmband wechseln: Anleitung und Materialauswahl

Bei vielen Uhren können Sie das Armband selbst wechseln, wenn Federstege es halten. Federstege sind kleine, gefederte Metallstifte, die das Band zwischen den Bandanstößen befestigen. Die Bandanstöße sind die beiden seitlichen Vorsprünge am Gehäuse, zwischen denen das Band sitzt. Prüfen Sie zuerst, wie das Band befestigt ist: Schraubstege, die herausgeschraubt werden, feste Stege am Gehäuse und modellspezifische Befestigungen erfordern eine andere Vorgehensweise.

Breite und Länge des Ersatzbands müssen passen. Wenn Sie die vorhandene Schließe weiterverwenden, muss auch die Breite am Verschluss stimmen. Messen Sie die Bandanstoßbreite genau. Wählen Sie das Material danach aus, wann und wie Sie die Uhr tragen.

Anschluss und Maße des Uhrenarmbands prüfen

Sehen Sie sich an, wie das Armband am Gehäuse befestigt ist, oder prüfen Sie die Herstellerangaben. Manche Federstege haben einen kleinen Hebel, mit dem Sie das Band ohne Werkzeug lösen können. Andere entfernen Sie mit einem Federstegbesteck. Schraubstege werden herausgeschraubt, Hülsenstege sitzen in Hülsen, und feste Stege lassen sich nicht herausnehmen. Diese Befestigungen erfordern unterschiedliche Methoden. Wenn Sie nicht erkennen, wie das Band befestigt ist, lassen Sie es von einem Uhrmacher wechseln. Auch Smartwatches können einen eigenen Anschluss haben, der nur zu bestimmten Modellen passt.

Messen Sie die Bandanstoßbreite zwischen den Innenseiten der Bandanstöße, dort, wo das Band am Gehäuse sitzt. Sie können auch die Breite verwenden, die der Hersteller angibt. Runden Sie einen Zwischenwert nicht auf eine vermeintlich übliche Breite: Ein zu breites oder zu schmales Band sitzt nicht richtig.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Bandlänge zu Ihrem Handgelenk passt. Wenn Sie die vorhandene Schließe weiterverwenden, muss auch die Schließenbreite des Bandes stimmen. Die Angabe 20/18 bezeichnet die Breite am Gehäuse und am Verschluss. Bei integrierten oder geformten Bandenden gleichen Sie zusätzlich die genaue Uhrenreferenz mit den Angaben des Bandherstellers ab, für welche Uhren das Band passt.

Uhrenarmband-Material auswählen

Wählen Sie das Material danach aus, wie angenehm es sich trägt, wofür Sie die Uhr nutzen und wie viel Pflege das Band braucht. Die Befestigung richtet sich nach dem Anschluss der Uhr. Leder-, Metall- und Textilbänder können mit Federstegen befestigt sein. Prüfen Sie daher Befestigung und Maße unabhängig vom Material.

Material Passt gut, wenn … Beachten Sie
Leder Sie einen klassischen oder formellen Stil bevorzugen. Schützen Sie das Band vor dauerhafter Nässe. Die Pflege hängt von Lederart und Herstellerhinweisen ab.
Metall Sie ein festes, formelles Band bevorzugen und das zusätzliche Gewicht für Sie angenehm ist. Ein Gliederband muss häufig in der Länge angepasst werden. Das Kürzen der Glieder ist ein eigener Arbeitsschritt.
Textil oder Nylon Sie ein leichtes und flexibles Band für den Alltag suchen. Manche Bänder werden mit Federstegen befestigt, andere durch die Uhr gefädelt. Pflege und Befestigung richten sich nach der jeweiligen Ausführung.
Silikon oder Kautschuk Sie ein Band für Sport oder warme Tage suchen, das sich laut Hersteller leicht reinigen lässt. Silikon, Kautschuk und andere Elastomere sind unterschiedliche Materialien. Prüfen Sie die Produktangaben zu Wasser und Pflege.

Nicht jedes Material ist für jede Haut angenehm. Verursacht ein Band wiederholt Hautbeschwerden, tragen Sie es nicht weiter und wählen Sie ein anderes Band oder fragen Sie eine Fachperson um Rat. Beachten Sie bei beschichteten, gefärbten oder hochwertigen Bändern die Pflegehinweise des Herstellers.

Federstege sicher wechseln

Für einen herkömmlichen Federsteg ohne Schnellwechselhebel brauchen Sie ein passendes Federstegbesteck. Arbeiten Sie auf einer festen Fläche und legen Sie ein weiches Tuch unter die Uhr. So liegt das Gehäuse nicht direkt auf der Arbeitsfläche und die Uhr verrutscht weniger leicht.

  1. Lage des Federstegs prüfen: Manche Gehäuse haben außen kleine Öffnungen, durch die Sie den Federsteg lösen können. Bei anderen schieben Sie die Gabel des Werkzeugs zwischen Band und Gehäuse bis zum Steg. Richten Sie sich nach der Bauart Ihrer Uhr.
  2. Altes Band lösen: Drücken Sie den Federsteg vorsichtig zusammen, bis ein Ende aus der Aussparung im Gehäuse kommt. Nehmen Sie die Bandhälfte ab und wiederholen Sie den Vorgang auf der anderen Seite. Ziehen Sie nicht am Band, solange der Steg noch in einer Aussparung sitzt.
  3. Stege kontrollieren: Prüfen Sie die Federstege auf Verformungen oder Beschädigungen. Setzen Sie beschädigte Stege nicht wieder ein.
  4. Neues Band einsetzen: Führen Sie einen passenden Federsteg durch das Band. Setzen Sie ein Ende in die Aussparung am Gehäuse. Drücken Sie das andere Ende vorsichtig zusammen und richten Sie es an der zweiten Aussparung aus. Lassen Sie den Steg einrasten.
  5. Sitz kontrollieren: Bewegen Sie das Band vorsichtig und ziehen Sie leicht an beiden Bandhälften. Tragen Sie die Uhr erst, wenn die Stege sicher eingerastet sind.

Einen Schnellwechselsteg lösen Sie meist mit einem kleinen Hebel am Band. Folgen Sie dabei der Anleitung des Herstellers. Bei Schraub- oder Hülsenstegen sowie festen Stegen brechen Sie den Versuch ab. Brechen Sie ihn auch ab, wenn sich das Band nicht kontrolliert lösen lässt. Lassen Sie das Band fachgerecht wechseln. Gewalt kann das Gehäuse oder den Anschluss beschädigen.

Uhrenarmband pflegen und Verschleiß prüfen

Prüfen Sie das Band regelmäßig auf Risse und starke Abnutzung. Achten Sie auch darauf, ob es locker sitzt. Ein beschädigtes Lederband oder ein ausgeleierter Federsteg hält die Uhr möglicherweise nicht mehr sicher. Tauschen Sie defekte Teile aus, bevor Sie die Uhr wieder tragen. Wie oft Sie das Band wechseln müssen, hängt vom Material und davon ab, wie Sie die Uhr tragen.

Reinigen Sie das Band passend zum Material und beachten Sie die Hinweise des Herstellers. Schützen Sie Leder vor dauerhafter Nässe. Metallbänder lassen sich je nach Ausführung mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel reinigen. Textilbänder können Sie von Hand waschen, wenn der Hersteller das erlaubt. Silikonbänder lassen sich oft feucht abwischen. Verwenden Sie bei besonderen Oberflächen oder wertvollen Bändern nur Reinigungsmittel, die der Hersteller empfiehlt.