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Pflege & Alltag

Wasserdichtigkeit bei Uhren

Die Angabe zur Wasserdichtigkeit zeigt, welchem Prüfdruck das Gehäuse unter festgelegten Bedingungen standhält. Sie bedeutet nicht automatisch, dass die Uhr zum Schwimmen geeignet ist. Im Alltag hängt der Schutz vor Regen und Wasser auch davon ab, ob die Krone geschlossen und Gehäuse und Dichtungen intakt sind.

Ob Sie mit Ihrer Uhr duschen, baden oder schwimmen dürfen, steht in der Anleitung des jeweiligen Modells. Die Hersteller geben unterschiedliche Aktivitäten frei.

Was Bar und Meter bedeuten

Die Zahl auf dem Gehäuseboden oder im Datenblatt steht für eine Druckprüfung. Die Meterangabe sagt aber nicht zuverlässig, wie tief Sie mit der Uhr tauchen können. Je nach Bewegung wirkt im Wasser zusätzlicher Druck auf die Uhr. Ein Sprung ins Becken belastet eine Uhr anders als ruhiges Untertauchen.

Auch bei gleicher Angabe empfehlen Hersteller nicht immer dieselbe Nutzung. Manche geben Schwimmen für bestimmte 5-bar-Modelle frei, andere empfehlen es erst bei höheren Werten. Eine Uhr mit der Aufschrift „100 m“ ist außerdem nicht automatisch eine Taucheruhr. Dafür gelten gesonderte Anforderungen. Prüfen Sie daher die Anleitung Ihres Modells, statt die Zahl allein als Freigabe zu verstehen.

Regen und Händewaschen

Leichter Regen und einzelne Spritzer sind bei einer dafür gekennzeichneten, unbeschädigten Uhr meist unproblematisch. Die Krone muss dabei vollständig eingedrückt oder korrekt verschraubt sein. Trocknen Sie die Uhr danach mit einem weichen Tuch ab. Bei einer Uhr ohne erkennbare Wasserschutzangabe sollten Sie Nässe vermeiden oder sie bei Regen abnehmen, bis Sie die Herstellerangaben geprüft haben.

Beim Händewaschen kommt es darauf an, wie viel Wasser an die Uhr gelangt. Ein paar Spritzer sind etwas anderes, als die Uhr absichtlich unter den laufenden Wasserhahn zu halten. Ein Wasserstrahl belastet das Gehäuse stärker als ruhiger Regen. Bedienen Sie Krone und Drücker nicht mit nassen Händen und wischen Sie die Uhr anschließend trocken. Bei älteren Uhren oder nach einem Stoß ist besondere Vorsicht sinnvoll.

Duschen und Schwimmen

Duschen ist nicht automatisch erlaubt, nur weil auf der Uhr eine Wasserschutzangabe steht. Warmes Wasser, Dampf und Seifenwasser belasten die Uhr anders als Regen. Die Hersteller geben dazu unterschiedliche Hinweise. Wenn die Anleitung Ihres Modells Duschen nicht ausdrücklich freigibt, nehmen Sie die Uhr dafür ab. Für Sauna, Whirlpool und heiße Bäder gilt das besonders: Hitze und Dampf können den Wasserschutz beeinträchtigen.

Schwimmen sollten Sie mit einer Uhr nur, wenn der Hersteller es für genau dieses Modell ausdrücklich erlaubt. Eine bestimmte Bar- oder Meterangabe allein reicht dafür nicht aus. Vor dem Schwimmen müssen Krone und gegebenenfalls Drücker in der vorgesehenen Position gesichert sein. Bedienen Sie sie weder im Wasser noch mit nassen Händen. Nach dem Schwimmen im Meer oder Pool spülen Sie die Uhr gemäß der Herstelleranleitung mit klarem Wasser ab und trocknen sie. Damit entfernen Sie Salz und andere Rückstände, die sich etwa an der Schließe und zwischen den Bandgliedern sammeln.

Krone und Dichtungen prüfen

Die Krone ist eine wichtige Öffnung im Uhrengehäuse. Ist sie herausgezogen oder nicht richtig gesichert, kann Wasser eindringen. Bei einer verschraubten Krone erhöht das korrekte Verschrauben den Schutz, macht die Uhr aber nicht automatisch für Schwimmen oder Tauchen geeignet. Wenn die Krone locker sitzt, beschädigt aussieht oder sich ungewöhnlich anfühlt, setzen Sie die Uhr keinem Wasser aus.

Dichtungen schützen unter anderem Krone, Gehäuseboden und Glas. Sie altern mit der Zeit. Hitze und Chemikalien können sie beeinträchtigen; auch Stöße setzen ihnen zu. Ein Stoß gegen Krone oder Gehäuse kann den Schutz verschlechtern, auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist. Lassen Sie die Wasserdichtigkeit nach einem starken Stoß oder einer Reparatur von einem Fachbetrieb prüfen. Das gilt auch nach einem Batteriewechsel. Die Hersteller nennen unterschiedliche Prüfintervalle. Halten Sie sich deshalb an die Empfehlung für Ihr Modell. Beschlägt das Glas von innen oder bleibt Feuchtigkeit sichtbar, lassen Sie die Uhr zeitnah kontrollieren.

Uhrenarmbänder vor Wasser schützen

Ein wassergeschütztes Gehäuse bedeutet nicht, dass auch jedes Armband Wasser verträgt. Leder wird durch Feuchtigkeit, Schweiß und Sonne belastet. Nehmen Sie eine Uhr mit Lederband beim Schwimmen, Baden und bei Arbeiten mit Wasser ab.

Metallarmbänder lassen sich nach Wasserkontakt abspülen und trocknen. Achten Sie darauf, Rückstände aus den Zwischenräumen und von der Schließe zu entfernen. Kautschuk- und Kunststoffbänder vertragen Wasser meist besser als Leder, altern aber ebenfalls. Risse oder spröde Stellen sind ein Grund, das Band auszutauschen. Textilbänder sollten Sie nur dann ins Wasser nehmen, wenn der Hersteller das konkrete Band dafür freigibt.