Anlässlich des Themas der japanischen Uhr sagte er spontan: "Seiko macht die besten mechanischen Armbanduhren der Welt. Bei Seiko wird die Uhr von Seiko hergestellt. "Es war der große Seiko. Ich sprach zwei Tage später mit dem Technikdirektor einer anderen schweizerischen Uhrenmanufaktur über meine Fahrt und er sagte auch spontan: "Ich würde mir einen Gran Seiko wünschen.
Man drückt immer wieder offen seine Begeisterung für eine Uhr aus, die tatsächlich ein Paradoxon ist: eine kostspielige maschinelle Uhr in Chronometer-Qualität, die in kleinen Stückzahlen hergestellt und vom renommiertesten Quarzuhrhersteller der Welt hergestellt wird. Der Grand Seiko geniesst in Uhrkreisen fast schon Kultstatus. Eine Ursache dafür ist ihr exotischer japanischer Ursprung: Die Uhrmodelle dieser Reihe sind mit handwerklichen Uhrwerken bestückt, deren Bestandteile auch von Seiko hergestellt werden, darunter die Schraubenfedern.
Für Japan und einige andere afrikanische Länder produziert Seiko kaum genügend Zeitungen. Wichtigster Anlass für ihren Kult-Charakter ist jedoch ihre Leistung: Jedes Modell wird einer ganzen Serie von Prüfungen unterzogen, die schärfer sind als die des amtlichen Schweizerischen Chronometerprüfzentrums (COSC). Diese von Seiko selbst durchzuführenden Prüfungen bezeichnet Seiko als Grand Seiko Inspection Standard.
Der Uhrenhersteller selbst beansprucht nicht im wahrsten Sinne des Wortes, dass diese Modelle besser sind als schweizerische Marken. Es gibt aber auch einige Uhrenliebhaber, die einen Gran Seiko auf einer Reise nach Japan erwerben und dann auf diversen Uhrenwebsites erklären, wie gut sie ihn vorfinden. Im Jahr 2010 bricht Seiko mit einer halbjährigen Geschichte und kündigt an, dass das Traditionsunternehmen nun Grands Seiko auf 20 MÃ??rkten weltweit ausstrahlen wird.
Natürlich können Uhrliebhaber die Models auch an die Hand nehmen und in der Seiko-Boutique in Frankfurt erwerben, die im Sommer 2015 eröffnet wurde. Der Beschluss, den Grand Seiko weltweit zu vermarkten, ist der allerletzte Etappenziel der zehnjährigen Bemühungen von Seiko, das Ansehen der Marke zu stärken und gleichzeitig Kompetentheit in der Luxusuhrmacherei zu demonstrieren. "Es gibt nur eine Sache, die man an der Grand Seiko kritisieren muss", sagte der schweizerische CEO, der sie so bewundert hat, "ihren Namen!
"Seiner Ansicht nach würden Uhreneinkäufer außerhalb Japans trotz aller technischen Vorteile nur widerwillig 4000 EUR und mehr für einen Seiko in Edelstahl zahlen. Dass Seiko Mechanikuhren in Chronometer-Qualität produziert, wird viele erstaunen, die wissen, dass das Unternehemen 1969 die Quarz-Revolution begonnen und die Hauptrolle dabei gespielt hat.
Aber Seiko meistert viel mehr als die Quarztechnologie. Die Seiko Watch Corporation ist stolzerweise davon überzeugt, dass sie als einziger Uhrmacher der Welt vier unterschiedliche Zeitmessungstechniken beherrscht: mechanischer, quarzgesteuerter, kinetischer und Federantrieb - die beiden letzten Hybridgetriebe werden exklusiv von Seiko eingesetzt. In der von Seiko weiterentwickelten Spring Drive Technologie wird die herkömmliche Ankerhemmung mit Spirale, Armatur und Hemmrad durch ein aufwändiges Gesamtsystem aus Quarzkristall, Spule, Schaltung und Schleifscheibe aufgesetzt.
Die Seiko-Gruppe kann auf eine lange Tradition als Produzent mechanischer Armbanduhren zurückblicken, und heute ist die riesige Seiko-Gruppe ein Produzent von Mechanikuhren mit einer Herstellungstiefe von 100 vH. Das Unternehmen fertigt von preiswerten, serienmäßig hergestellten automatischen Armbanduhren namens Seiko 5 bis hin zum Grand Seiko alle Arten von mechanischer Uhr.
Sämtliche Bauteile und Anlagen werden von Seiko selbst hergestellt. An der Baselworld 2015 präsentiert, erinnern die beiden Modelle an Seikos erste automatische Uhr, die vor 50 Jahren auf den Markt kam. Mit der Eröffnung seiner ersten Uhrenmanufaktur in Tokio im Alter von 18 Jahren 18. 1881 wurde die Firmengeschichte der Uhrenmanufaktur Seiko und damit die von Grand Seiko im Jahre 1877 mit der Einführung von Gebrauchttaschenuhren begonnen.
Im Jahr 1892 erfolgte ein erneuter Kauf, Hattori erwarb eine ehemalige Glashütte - die Seikosha-Fabrik war da. Bereits drei Jahre später, 1895, nahm Seiko an diesem Ort die Produktion von mechan. (Taschen-)Uhren auf. Im Jahr 1913 kam die Lorbeer, die erste in Japan hergestellte Uhr, die Seiko's erste Uhr war. Seiko hat seinen Erzeugnissen aus nicht mehr verständlichen Beweggründen immer deutsche Bezeichnungen gegeben.
Der Lorbeer enthält wahrscheinlich Bauteile, die komplett von Seiko selbst hergestellt wurden. Schon 1913 stellte Seikosha, wie das damalige Werk bekannt war, eigene Schraubenfedern und lackierte Skalen her. Bei der ersten Uhr mit dem Markennamen "Seiko" handelte es sich um eine Uhr mit einer kleinen Uhr, die 1924 den Sechs vorgestellt wurde. Im Jahr 1937 gründete Seiko eine zweite Produktionsstätte namens Daini Seikosha (wörtlich "Second Seikosha"), die ausschliesslich für die Uhrenherstellung bestimmt war.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Entwicklung und Produktion von Seikos Uhrwerken erheblich behindert. Erst 1954 kehrte Seiko auf das Vorkriegsniveau von 100.000 Stück pro Jahr zurück. Die Uhrenproduktion in Japan begann sich nach dem Ende des Krieges nur allmählich zu erholen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Grand Seiko Uhrenserie weiterentwickelt. Seiko Marvel ("Wunderwerk"), 1956 gegründet, stellt einen Meilenstein in der Entwicklung der technischen Seiko-Uhr dar.
Sein 11,5-Linien-Handaufzugskaliber brachte die Genauigkeit der japanischen Uhrwerke auf neue Höhe. Seiko nahm mit diesem Model an nationalen Uhrwettbewerben teil, die vom Bundesministerium für Welthandel und -wirtschaft unterstützt wurden. Ein Jahr später präsentierte Seiko das Gyro Marvel mit einem automatischen Uhrwerk, das eine ausschließlich von Seiko erfundene technische Neuerung, den so genannten Magic lever, aufweist.
Diese Innovation bezeichnete Seiko als "einen der wichtigsten Neuerungen in der neuzeitlichen Uhrmacherkunst". Noch heute wird der Magiehebel in den meisten Seikos automatischen Armbanduhren eingesetzt. Damals stellte Seiko auch Armbanduhren wie die Cronos- und Crown-Modelle her, die heute bei den Liebhabern sehr begehrt sind. Die Uhr war die Grand Seiko.
Der Weg zum Tor führte unter anderem über den schweizerischen Chronometerstandard hinaus. Der Grand Seiko wurde am 19. Oktober 1960 in Tokio präsentiert, das Urmodell war mit dem Handaufzugkaliber 3180 mit einer Unruh-Frequenz von 2,5 Hertz inszeniert. Sie wurde nur bis 1964 genutzt, so dass die Armbanduhren der ersten Reihe heute noch sind.
Der Entwurf des Models war einfach, und auf dem Ziffernblatt stand die Inschrift "Chronometer". Sie wurden einer noch strengeren Testreihe als die der Schweizerischen Prüfstelle für Chronometer COSC unterworfen. Der Test des Gran Seiko beinhaltet bis heute mehr Schichten, mehr Temperaurbereiche und mehr Tage als der Chronometer-Test.
Einige Jahre später wurden die Ziffernblätter nicht mehr mit der Bezeichnung "Chronometer" gekennzeichnet, da die Prüfanforderungen an die Armbanduhren den international gültigen Stand überstiegen. 1963 erlaubte die Sternwarte des Neuenburger Bezirks Seiko nach einer langen Reflexionsphase die Durchführung von Zeitmessungen. Das 45er Modell der Modelle Grand und King Seiko belegte Ende der 60er Jahre ausgezeichnete Stellungen.
Noch heute geniessen Armbanduhren mit dem Format 45 einen aussergewöhnlichen Namen unter Geniessern - solche Armbanduhren werden jedoch nur in Ausnahmefällen verkauft. "Seiko hat die Armbanduhren mit einer Zweijahresgarantie auf eine Monatsabweichung von weniger als 60 Sek. verkauft. Im Jahr 1968 erreichte das Traditionsunternehmen in Genf sieben Ränge unter den Top Ten - ein beeindruckendes Resultat bei einem Zeitmessung-Wettbewerb.
Zu Beginn der 70er Jahre setzte Seiko die Umstellung der Produktion auf den Einsatz von Robotern fort - die Qualitätssteigerung erfolgte durch die Erweiterung der maschinellen Tätigkeit um manuelle Arbeiten. Daher gilt das Modell aus den 70er Jahren bei Liebhabern als die zuverlässigste Variante des Klassikers Grand Seiko, wobei die Werke wieder auf eine Balancefrequenz von 28 800 Halbschwingungen pro Stunde abgestimmt sind.
Der Grand Seiko der ersten Klasse wurde von 1960 bis 1975 hergestellt. Der Verfall der Modellreihe wurde von Seiko selbst verursacht: Mit den wegweisenden Errungenschaften in der Quarztechnologie kam die Forderung nach technischen Armbanduhren zum Stillstand. Im Jahr 1975 wurde die Herstellung des maschinellen Grand Seiko gestoppt, und in den ersten 80er Jahren fast die ganze Mechanik.
Seiko nahm 1991 die Fertigung wieder auf und brachte 1998 eine zweite mechanische Grand Seikos-Generation mit den neuen automatischen und manuellen Aufzugswerken der Kaliberreihe 9S5 heraus, die eigens für diese Baureihe hergestellt wurden. Schon 1988 gab es eine neue Edition mit Quarzuhren, und auch heute noch gibt es in der Grand Seiko-Linie in Japan Quarz- und Federantriebsmodelle.
Mit der Grand Seiko Black Ceramic Limited Edition hat Seiko seit 2016 auch eine sportive Kollektion in seiner edlen Grand Seiko Kollektion. Dazu zählt auch das Spezialmodell Grand Seiko Black Ceramic Limited Edition Spring Drive GMT SBGE039. Ergo rüstet dies zudem mit einer zweiten Malzone aus. Wer herausfinden will, warum der Grand Seiko so besonders ist, fährst etwa 550 km nördlich von Tokio in die PrÃ?fektur Iwate, eine Bergregion an der japanischen NordostkÃ?ste.
Mitten in der PrÃ?fektur liegt die Ortschaft Morioka mit einem herrlichen Ausblick auf den nahen Mount Iwate. In Shizukuishi vor den Stadttoren von Morioka ist die Morioka Seiko Instruments Inc. ansässig. Auf einer Fläche von rund 30000 Quadratmetern in Morioka mit 550 Mitarbeitern werden jeden Monat zehn Mio. Exemplare hergestellt.
Dies sind die Quarzuhren, die Seiko weltbekannt gemacht haben. Innerhalb von Morioka Seiko Instruments Inc. eröffnet sich jedoch eine ganz andere Klangwelt, das Shizukuishi Watch Studio. Sie ist eine eigenständige Fabrik, die erste in Japan. 19 Uhrenhersteller stellen hier heute handwerklich gefertigte Mechanikuhren her - auf einwandfreien Hobelbänken in einem einwandfreien Zimmer.
Bei Schraubenfedern mit einer Dicke von nicht mehr als 0,03 Millimeter aus einer von Seiko eigens dafür entworfenen Aluminiumlegierung namens Spron korrigiert sie mit einer eigens angefertigten Pinzette den Durchschlag. Am Ende steht eine abschließende Kontrolle der Zeitmesser. In der Summe wird jeder Grands Seiko über 1000 Std. lang getestet und bekommt ein Zeugnis über das Bestehen des Grands Seiko-Tests.
Das Uhrenstudio von Shizukuishi produziert über 20 unterschiedliche Mechanikwerke in zwei Kaliberserien, den Baureihen 68 und 9S. Aus den Uhrwerken der 68er Reihe werden qualitativ hochstehende Mechanikuhren gebaut, die Seiko in Japan unter dem Namen Credor verkauft. Das Werk der 9S-Serie, das Seiko sein Flagschiff nannte, wird ausschliesslich in Grand Seiko-Modellen eingesetzt.
Durch die vielen manuellen Schritte bei der Herstellung dieser beiden Kaliberreihen ist die jährliche Produktion niedrig. Seiko erwähnt keine Ziffern, aber die japanischen Quelltexte stellen die Nummer in den Vierstellenbereich. Im Jahr 1998 hat Seiko die Kaliberreihe 9S für den Relaunch der mechanisierten Grand Seiko Kollektion entwickelt. Zur Erfüllung der anspruchsvollen Anforderungen des Idealbildes von Grand-Seiko wollte Seiko, dass die Uhr ein ganzes Woche lang ohne Unterbrechung läuft.
Nach Seiko ist die verbesserter Autonomie das Resultat von zwei bedeutenden Fortschritten, die Morioka Seiko Instruments in den letzten Jahren in der Komponentenherstellung gemacht hat: die Einführung einer Mikrosystemtechnologie zur Herstellung der Komponenten und die Optimierung von Spiral- und Wickelfedern. Diese werden von Seiko aus Spron hergestellt, einer von Seiko Instruments speziell für diese Anwendung entwickelt.
Nach Angaben von Morioka Seiko Instruments, Spron, bietet eine eingetragene Marke von Seiko Instruments Inc. eine bessere Genauigkeit, sagt Seiko. Seiko verwendet die gleiche Technologie auch bei der Herstellung des 2010 eingeführten Grands Seiko Hi-Beat 36.000. Neben der Uhrenmanufaktur Zenith ist Seiko die einzigste, die ein serielles Uhrwerk (aber keinen Chronographen) mit einer Häufigkeit von zehn statt der üblichen acht halben Schwingungen pro Sekunde herstellt.
Waagen mit hoher Balancefrequenz haben prinzipiell eine größere Genauigkeit. Mit dem Seiko Kaliber 9S85 steht dagegen eine Autonomie von 55 Std. zur Verfügung. Die Feder ist aus der neuen Spron 530-Legierung hergestellt, die von Seiko Instruments in Kooperation mit dem Tohoku University Metal Research Laboratory in Sendai, Japan, entworfen wurde.
Als Flaggschiff des Tauchens gilt die Gran Seiko Hi-Beat 36000 Professionelle 600m Diver's mit hochschwingendem Kaliber. Gran Seikos präziseste Armbanduhren mit ihrem 9F Quarzkaliber weisen nur zehn Sek. im Jahr eine Abweichung auf. Durch die Wärmekompensation, die künstliche Voralterung der Schwingquarze und ein Steuergerät, das bei Quarzuhren sonst nicht erhältlich ist, arbeiten sie noch präziser, als es der schweizerische Chronometerstandard für Quarzuhren verlangt.
Für die maschinelle Tauchuhr müssen Sie mit einer Summe von ca. 1.000 EUR und für den Spring Drive Chronographen mit Titan-Keramik-Gehäuse mit einer Summe von 17.300 EUR viel mehr ausgeben. Das teuerste Exemplar, die Erstauflage des ersten Gran Seiko in einem platinfarbenen Gehäuse, kostete 36.000 EUR. An der Basler Messe 2018 präsentierte Gran Seiko das Kaliber 9S 20 Jahre Limited Anniversary Steel.
Entstanden ist das Exemplar aus Anlass des Jahrestages eines bis heute bedeutenden Uhrwerks: Vor 20 Jahren führte Grand Seiko das Werk 9S ein, das mit seiner Präzision und hohen Gangreserve ein wichtiger Schritt für japanische Nobeluhren war. Aus Anlass des Firmenjubiläums gibt es drei Armbanduhren in verschiedenen Materialien und Präzisionsniveaus. Grand Seiko hat alle Positionen zwischen +5 und -3 Sek. pro Tag eingestellt.
In diesem kurzen Interview mit CEO Shinji Hattori erfährt man mehr über die zukünftigen Pläne der Brand für Grand Seiko.