Uhrenmarke C

Uhr Marke C

Das Dresdner Großhandelsunternehmen Johannes Dürrstein & Co. hat die Initiative zur Entwicklung dieser Anlage ergriffen.

Taschenuhr von D&C

In einer Anzeige in der Deutsche Uhrenmacher-Zeitung vom 19. Juli 1877 wird zum ersten Mal ein von der Fa. A. Lange & Söhne neu entwickelter preiswerteres Uhrwerk aus Glashütte urkundlich erwähnt. Den Anstoß zur Realisierung dieser Anlage gab das Dresdener Großhandelsunternehmen Johannes Dürrstein & Co. Ausschlaggebend dafür war, dass die Präzisions-Taschenuhren von A. Lange & Söhne verhältnismässig kostspielig waren und auf dem heimischen Uhrenmarkt nur in sehr geringem Umfang verkauft werden konnten.

Mit der fortschreitenden Indestrialisierung in den "Gründerjahren" wuchs jedoch der Wunsch nach billigeren und dennoch qualitativ hochwertigen Uhren. 1877 stellte die Fa. A. Lange & Söhne eigens für Dürrstein & Co. eine Taschenuhr der Marken "Glashütte D & C" her. Die hier gezeigten Arbeiten haben die Seriennummer 12255 Ein 1877 an Dürrstein ausgeliefertes Kunstwerk mit der Nr. 11778 ist auch bekannt; in welchem Umfang diese Werkskonstruktion bereits der 1878 auf den Markt gebrachten zweiten Güte entspricht, ist die Fa. A. Lange & Söhne unter dem Markennamen "DUF" noch zu ergründen.

Die Tatsache, dass die Uhr mit der Uhrwerkssignatur "D & C", die sich deutlich auf die Dürrsteiner bezieht, nur wenige Wochen auf dem Uhrenmarkt war, deutet darauf hin, dass eine solche Signatur vom Hersteller nicht erwünscht war. Auf der linken Seite ist das Uhrwerk "D & C" signiert, das bereits am 1877 entstand Bereits am 17. 12. 1878 wurde das rechte Uhrwerk aus Nickelsilber als erstes Uhrwerk der neuen Manufaktur " DUF ", der Manufaktur A. Lange & So.

Im Anschluss an den kaufmännischen Teil der Traktandenliste gab der Präsident einen ausführlichen Überblick über die Prüfung einer Ankerwache mit Remontoir aus dem Lange & Sons-Werk in Glashütte. - Das Uhrwerk wurde demontiert und bis auf die feinsten Teile geprüft, danach muss festgestellt werden, dass alles in sehr guter Ausführung gefertigt wird und dass die gesamte Konstruktion und Gestaltung der Einzelteile sorgfältig überlegt und so durchgeführt wird, dass ein einwandfreier Betrieb absolut garantiert ist.

Die Berichterstatterin hofft, dass eine stärkere Arbeitsteilung und Massenproduktion die Manufaktur in die Lage versetzen würde, gleichwertige Armbanduhren zu einem etwas niedrigeren Tarif zu produzieren, so dass sie bald in anderen Bereichen eingesetzt werden könnten. - Obwohl der Verkaufspreis dieser Marken nur geringfügig über dem der feinsten schweizerischen Armbanduhren liegt, erlauben unsere Bedingungen in Deutschland bedauerlicherweise die generelle Markteinführung, da nur wenige in der Regel in der Lage sind, einen höheren Verkaufspreis für ihre Uhr zu erzielen.

Bisher musste unsere nationale Taschenuhrenproduktion ihre Bezugsquellen im Ausland ausfindig machen, wir erhoffen und arbeiten daran, dass sich dies bald ändern wird, dass wir auch bald in unseren Lägern deutschsprachige Armbanduhren zum Kauf anbieten werden. Neben Herrn Otto aus Torgau und einem Kollegen aus Spanien war auch Richard Lange aus Glashütte anwesend, und die wertvollen Besucher wurden mit erhobenen Plätzen herzlich begrüßt.

"Erste Beschreibung der billigeren zweiten Güte, noch mit D & C signiert, hergestellt von A. Lange & Cöhne unter der Uhrenmarke "Deutsche Uhrenfabrikation Glashütte" ab 1878 auf einer Tagung des Uhrmacherverbandes Berlin am 23. 05. 1877. Zu den rarsten Pocket-Uhren von A. Lange & C, die die Fa. "A. Lange & Söhne" um 1876/77 für das Dresdner Großhandelsunternehmen "Dürrstein & Co." nur wenige Monaten produziert hatte, zählen aufgrund der sehr geringen Produktionszeit die mit D & C gekennzeichneten Pocket-Uhren von A. Lange & Cöhne.

Dies sind die ersten, auf Wunsch der Uhrmacher und der Dürrstein & Co. mit weniger Kraftaufwand und damit etwas günstigeren Modellen, die das Unternehmen seit der Markteinführung des Uhrenkalibers Glashütte mit ¾ Platte um 1865 hergestellt hatte. Diese zweite Güte der an die Dürrstein AG ausgelieferten A. Lange & Söhne Taschenuhren wurde 1878 zur Bezeichnung "Deutsche Uhrenfabrikation Glashütte" umbenannt, nach einer Übergangsfrist, in der die Unterschrift "Glashütte" nicht mehr als "D & C" diente.

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