Bei der GARDÉ erhalten Sie ein beidseitig aufgedrucktes DIN A5-Blatt als Betriebsanleitung. Das ist wirklich nicht nötig, denn die Handhabung erfolgt ganz einfach und wird auch durch die vollständig deutschsprachige Inschrift auf dem Ziffernblatt unterstützt. Anscheinend will die Firma keine " Weltzeituhr " sein. Anders als viele andere moderne Radiowecker bekommt sie nur das Funksignal vom DCCF77 bei Frankfurt.
GARDÉ gewährleistet dann eine quarzpräzise Zeit mit einer Maximalabweichung von 5 Sek. pro Tag. Auch japanische Hersteller müssen genauer hinschauen, ob ihre preiswerten Funk-Uhren z.B. wirklich ein Metall-Gehäuse oder nur ein metallisiertes Kunststoff-Gehäuse haben. Diesbezüglich ist der Guardé ein echtes Wunder des Preises. Es ist aus anständigem Material, hat ein hübsches Muster und sieht viel aufwendiger aus.
Kaum zu fassen, was (ausnahmsweise in Englisch) auf dem Ziffernblatt steht: "Made in Germany"! Übrigens kommt das Werk vom Schweizer Uhrenhersteller Ronda und wurde von Gardé mit einem selbstgebauten Funkmodul erweitert. Alles in allem ist diese Uhr ein wahrer Geheimtip. Weißer Zeiger, mit etwas anderem Ziffernblatt, mit unterschiedlichen Lederbändern.
Da ich die Uhr nun schon seit einigen Monaten benutze, kann ich feststellen, dass meine Vorstellungen vollständig erfüllbar sind. Besonders das einfache, nicht überladene Design des Zifferblatts begeistert mich jeden Tag aufs Neue. Ich kann die von den Vorzensoren genannte Fehlausrichtung der Hand und die Schwachstellenanzeige nicht nachweisen.
Der Lederriemen ist in der Tat etwas zu stark gerade und kann nur schwer durch die Schnalle oder die beiden Schnallen eingefädelt werden.