Ob es sich um den Nachttischwecker, das Handy in der Tasche, die Weckerfunktion der Uhr am Handgelenk oder das Outlook-Programm am PC handelt: Jeder, der heute einen Terminkalender hat oder nur noch stehen muss, hat die Möglichkeit, sich an unzählige Erinnerungen zu ergehen. 1947 wurde die erste Uhr mit Weckerfunktion von der schweizerischen Modemarke Volcain im Rahmen der legendäre Kricket vorgestellt.
Bereits drei Jahre später stellte Jaeger-LeCoultre die Membranbox vor. Das Debütmodell war mit dem aufgezogenen Kaliber 489 ausgestattet, dessen eigens entwickelter Resonanzbehälter ganze 20 Sek. lang einen akustischen Warnton abgab. Die nötige Stromzufuhr erfolgte über zwei Fässer, einer für den Wecker und einer für den Antrieb, die über zwei Krönungen bei zwei und vier Uhr betrieben werden.
Visuell erschien die Membranox im einfachen Gewand der 1950er Jahre, mit einem Purismus-ähnlichen, leuchtenden Ziffernblatt. So wurde die Erinnerungsbox rasch zum Erfolg, und Prominente wie der Darsteller und Direktor Charlie Chaplin waren dabei. 1956, drei Jahre nach der Entwicklung einer Uhr ohne Krone (Futurematic), bot man eine weitere wirkliche Neuerung, jetzt beim Memovox: das erste Alarmwerk mit automatischem Aufzug.
Bereits in den 1960er Jahren erlebt das Memovox-Modell einen wahren Aufschwung, was vor allem auf zwei Modelle zurückzuführen ist, die heute bei Sammlern sehr beliebt sind: die Membran Deep Sea und die Membran Polaris. 1959 erscheint die Membran Deep Sea, die erste vollständig unter Wasser stehende Uhr mit Alarmton. Die Deep Sea war mit ihrer speziellen Technologie nicht nur eine wichtige Entwicklungsstufe in der Linie Membranox, sondern öffnete auch ein weiteres Etappenziel in der Hausgeschichte, die Taucheruhr.
Der Erfolg der Membranox Deep Sea war so groß, dass der Uhrenhersteller die Technologie weiter entwickelte. Sechs Jahre später tauchte der Membranpolaris, angetrieben vom 825er Modell, in einer neuen Gehäusestruktur auf. Auch in den farbenfrohen Siebzigern hatte die Erinnerungsbox unterschiedliche phantasievolle Wohnformen. Im Jahr 2000 kam das aufwändigste Modell von Jaeger-LeCoultre mit Wecker: das Meistermodell Grande Erinnerungsox mit Ewiger Agenda und Mondphase. Im Jahr 2000 wurde das Modell von Jaeger-LeCoultre vorgestellt.
Im Moment gibt es den klassischen Erinnerungsbox in Rotgold, der die Originalversion mit ihren Dreiecksindizes und Dauphine-Zeigern wiedergibt. Dazu kommt eine blau leuchtende Membranox, die auf einem Vorbild aus den 70er Jahren in den Bereichen Farben, Indexe und Hände basiert. Sie ist auf 500 Stück begrenzt und kann nur in Geschäften und auf der Website von Jaeger-LeCoultre erworben werden.
Durch die Feder und den Boden als Resonanz hat die Membran den für eine Uhr mit Alarm außergewöhnlich schmucken und laute Klang: DRRRRRRRRRRRR R I N G. Jaeger-LeCoultre verwendet dieses automatische Kaliber auch in der neuesten Ausführung der Membran, die im Jänner 2018 auf der SIHHUhrenmesse Genf präsentiert wurde. In der neuen Polaris-Kollektion ist die Arcade de Memo-Vox von Polis das absolute Glanzlicht.
Der Wecker von Jaeger-LeCoultre wurde, wie bereits gesagt, 1965 unter dem Markennamen Erinnerungsox Polis als Tauchuhr eingeführt. Das 2018 eingeführte Polarsystem Erinnerungsox verwendet diese Uhr als Modell. Paradoxie der Geschichte: Die Models von 1965, 1968 und 2008 trugen den Titel Erinnerungspolaris, weil es sich um eine Variante des Weckers Erinnerungsox handelte.
Jetzt ist es ganz anders herum: Innerhalb der neuen Polaris-Kollektion ist der Erinnerungswecker ein besonderes Merkmal neben den anderen Modell. Die neue Polis Membranox klingen so: kontinuierlich aktualisiert, erstmalig im Sommer 2012 im Internet veröffentlicht.