Der Praxisbezug ist die in Deutschland mit einer Funkuhr der PTB in Braunschweig gemessene Zeit. Doch woher bekommen Sie die exakte Zeit, wenn Sie die Uhr oder den Alarm so exakt wie möglich einstellen wollen? Smart-Phones und Rechner nehmen sich Zeit über einen NTP-Server, der die atomare Zeit meldet.
Wenn Sie Ihr Mobiltelefon oder Ihren Computer anschauen, eine Internet-Verbindung haben und den jeweiligen Service nicht deaktivieren, haben Sie eine ziemlich exakte Zeitvorstellung. Es gibt jedoch einen kleinen Haken: Die Sache ist nicht ganz eindeutig. Obwohl das NTP-Protokoll Verzögerungen bei der Übertragung beachtet und berichtigt, ist die Anzeige der Zeit sehr akkurat, aber wenn es keine Internet-Verbindung gibt, kann die Computeruhr auch fehlerhaft sein.
Wenn Sie Ihre Uhr auf die zweite Stelle exakt nach der atomaren Zeit einstellen wollen, sollten Sie sich nicht blindlings auf Ihren Computer oder Ihr Handy stützen, sondern die Synchronisation wenigstens vorher auslösen. Wenn Sie im Netz nukleare Zeit googlen wollen, werden Sie finden, was Sie suchen, aber Sie werden dort nicht die exakte atomare Zeit erhalten, sondern nur die etwaige. Weil die Darstellung über Web-Seiten die Zeitdarstellung etwas verzerrt.
Die Anzeige der Zeit auf die Sekunde ist nahezu unmöglich - und kann je nachdem, wie lange der Webbrowser die entsprechende Webseite lädt, um einige wenige Augenblicke variieren. Wenn Sie Google beispielsweise nach "Zeit" fragen, erhalten Sie nur einen sekundenschnellen Zeitwert. Es ist daher besser, die Uhr des Betriebsystems selbst zeitgenau zu synchronisieren. 2.
Die funkgesteuerten Taktgeber sind normale Quarztaktgeber, aber sie passen sich selbsttätig an und beheben die üblichen Schwankungen immer wieder. Armband-, Weck- oder andere Uhrwerke erhalten das Radiosignal eines langwelligen Senders in der Nähe von Frankfurt am Main. Das DCF77-Zeitzeichen überträgt jede zweite Minute die zentraleuropäische (Sommer-)Zeit, die von einer Funkuhr in ganz Europa empfangbar und mit diesem synchronisierbar ist.
Die Funkuhr ist eine der präzisesten Methoden, um die genaue Uhrzeit herauszufinden. Die Satellitenübertragung ist neben der Funkuhr und NTP die dritte Art, eine genaue Uhrzeitanzeige zu erwirken. Die atomare Zeit wird über das GPS-Signal zur Verfügung gestellt. 2. Dabei werden die Schaltzeiten der vergangenen Jahre (GPS-Satelliten arbeiten noch mit der 1980 geltenden Atomzeit), die vom GPS nicht berücksichtigt werden, in der Regel von der Empfangssoftware automatisiert ausgeregelt.
Das bedeutet, dass Sie auch ohne Netzwerkempfang über Satelliten eine hochpräzise Zeit zum Beispiel auf Ihrem Handy erhalten. Analoge Radiostationen, die über FM empfangen werden, können auch für die Zeitsynchronisation verwendet werden. Ist z. B. der Beep-Beep-Piiiiiiep des Deutschlandfunk über UKW nahezu zeitsynchron, kommt er 2-3 Sek. später über DAB+ aus dem Hörer.
Bei Digitalfunkgeräten ist die Zeit besser. Der Messgenauigkeit entspricht etwa einer Sekunden von der nuklearen Zeit. Wenn Sie ein DAB-Radio besitzen, erhalten Sie auch eine verhältnismäßig präzise Zeitangabe. Die meisten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten senden nicht nur die aktuellen Zeiten, sondern auch das Original.
Natürlich weiß der TV auch eine Zeit. Aber auch auf das (digitale) Fernsehen kann man sich nicht berufen. Einspeise-, Dekodier- und Sendewege verschlingen zu viel Zeit, damit das TV-Programm die Zeit auf die Sekunde einstellen kann. Bei vielen elektronischen Klimastationen für den Heimgebrauch wird auch die Zeit angezeigt. Sie sind dann so genau wie normale Funkuhren / Funkwecker.
Ein besonderes Merkmal sind jedoch die mit dem Dienst "Weather Direct" ausgestatteten Sendemasten. Auch in Deutschland gibt es eine Zeitautomatik, die jedoch nicht exakt ist. Auch die Zeit wird automatisch eingestellt, jedoch nicht über das DCF77-Funkgerät, sondern über ein früheres Pager-Signal. Diese kommt manchmal mit einer Zeitverzögerung bei den Receivern an, so dass die Empfangszeit bis zu 2 min von der aktuellen Zeit ablaufen kann.
Zur exakten Einstellung von Armbanduhren kommen daher wetterfeste Zeitanzeigen nicht in Frage. Falls es genaue Zeitmesser gibt, dann sind es die meisten Zeitmesser. Es handelt sich hierbei fast um die einzige Uhr, die minütlich mit dem Funkuhrensignal synchronisiert wird, das in der Regel von einer Mütteruhr für die übrigen Taktgeber an der Station übertragen wird.
Bei einigen Armbanduhren ist dies in der ganzen Stunde zu beobachten: Wenn der Sekundenzeiger etwas zu langsam fährt, stoppt er kurz an der 12-Uhr-Position und fährt dann (wenn das Zeichen von der Masteruhr kommt ) weiter wie gewohnt. Das erweckt den Anschein (wegen des "hängenden" Sekundenzeigers), dass diese Uhr gerade nicht sehr präzise abläuft.
Aber es ist schwer, eine präzisere Uhrzeitanzeige zu erhalten, jedenfalls wenn der Sekundenzeiger gerade die Richtung wechselt. Legt einen Stock in den Boden. Sie können jedoch lange auf die Sekundengenauigkeit der Darstellung und nicht auf die offizielle, d.h. zentraleuropäische Zeit abwarten (es sei denn, Sie befinden sich auf exakt 15 östlicher Länge und es ist im Moment keine Sommerzeit), sondern auf die echte Zeit.
In der Vergangenheit gab es nur noch Funk, Standuhr oder Handy, um die genaue Zeit herauszufinden. Seit den 1990er Jahren war die funkgesteuerte Uhr das Mass aller Dinge, um eine genaue Zeit zu haben. Um im Internet-Zeitalter auf dem neuesten Stand zu sein, ist es nicht mehr nötig, eine zu haben.
Richtig bedient, kann die exakte Zeit auf dem Computer (via NTP) und auf dem Handy (via NTP oder GPS) oder - weniger präzise, aber dennoch annehmbar - auf dem Digitalradio gefunden werden. Sie können auch auf dem UKW-Radio (via RDS) glücklich sein, sonst müssen Sie nur eine Radiowecker kaufen, den nächstgelegenen Sender besuchen oder die Zeitdurchsage anrufen.