Uhrenöl

Uhröl

Uhröle sind Schmieröle, die speziell für Uhren ausgewählt, entwickelt und eingesetzt werden. Uhrenöl in Fläschchen mit Umverpackung. Uhröle sind Schmieröle, die speziell für Uhren ausgewählt, entwickelt und eingesetzt werden. - Öl-Abgabeset mit Deckel, Öl-Abgabeset für Uhren.

mw-headline" id="Requirements_and_properties_of_lubrication_points">Anforderungen und Merkmale von SchmierpunktenQuellcode editieren]>

Uhröle sind speziell für die Uhrenindustrie ausgewählte, entwickelte und verwendete Schmiermittel. Auch in der Feinmechanik werden sie für Gleitpaare verwendet, die mit denen einer Uhr verglichen werden können, zum Beispiel in Messinstrumenten, Kameras und Film-Kameras. An die Schmierstelle mit ihren Gleitpaaren in einer Uhr werden sehr andere Ansprüche gestellt. Das bedeutet, dass in der Regel mehrere verschiedenartige Ölarten für eine Uhr verwendet werden müssen.

In einem Schmierungsplan legt der Hersteller fest, welches Schmieröl oder Schmierfett wo verwendet wird. Das Hauptproblem ist, dass das Ã-l den Schmutz, den Schmutz von den Gleitelementen und die Oxydation der eingesetzten Werkstoffe bindet. Durch die geringen Maße einiger Armbanduhren, ihre "filigrane" Konstruktion und die geforderte Genauigkeit der Messung können selbst kleinste Verschmutzungen das ÖI so stark verdicken, dass ein Gleitpaarungsblock und die Uhr stoppt.

Die Gegenmassnahmen sind ein sehr sauber arbeitendes, staubdichtes Design der Uhr, verschleissarme Gleitpaare (Steinlager) und korrosionsfreie Werkstoffe (deshalb werden Stahl- und Messingbauteile gelegentlich vergoldet). Das Öl sollte nur dort ankommen, wo eine ausreichende Schmierfähigkeit erforderlich ist. Weil die Schmieröle laufen (streuen), können sie die Stelle des Schmiersystems durchlaufen. Die Tendenz zum Laufen nimmt mit der Ölmenge im Warenlager zu.

In der Vergangenheit basierten Selektion und Anwendung sowohl auf dem Leistungsangebot als auch auf der Erfahrung der Zeitmesser. Wenige Pflanzenöle (z.B. Rizinusöl) wurden verwendet, aber auch viele tierische wie z. B. Knochenöl. Sie entsprachen weitgehend den oben genannten Anforderungen, hatten aber den schwerwiegenden Vorteil der Verharzung, insbesondere unter dem Einfluß des Lichts und des Luftsauerstoffs, so daß die Kugellager nach einigen Jahren zusammenkleben.

Bei den Uhrenölen der nächsten Generationen handelte es sich um Mineralöle, die wesentlich weniger empfindlich gegen Verharzung und Ranzigkeit waren. Es werden heute Syntheseöle und halbsynthetische Schmieröle verwendet, die vor dem Alterungsprozess schützen. Die Uhrenöle werden nach Typen differenziert. Grad 1 ist ein dünnflüssiges Leichtlauföl, das sich für sehr kleine, schnell drehende und stromsparende Gleitpaare von kleineren Armbanduhren eignet.

Dies sind z.B. die Gleitpaarung der Waage, der Hemmung und des Elevatorrades sowie die Gleitlager des Sekundenrades und des dritten Rades.

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