Hysek erlebte auch das Los, die Gesellschaft mit seinem eigenen Firmennamen zu verlassen, dieser Arbeitsschritt fand 2006 mit etwas Lärm statt. Hysek gründet mit zwei seiner damals jüngeren Mitarbeiterinnen, nämlich Walérie Ursenbacher und Fabrice Gronet, die mit sensationellen Schwierigkeiten auftraten, die HD3 Complication. Bei den Entwürfen von Gustav H. P. Gonet u. G. B. H. B. H. P. Ursenbacher handelt es sich um Raptoren und Capture.
Die Idalgo XT-1 und XT-2 wurden von Hysek selbst entworfen alle diese Armbanduhren waren sehr aufwändig, die Uhrwerke wurden von BNB Concepts, dem inzwischen in die Insolvenz gegangenen Komplikationsspezialisten, hergestellt. Hysek präsentierte ein völlig neues Messekonzept auf der Genfer Zeitmesse im Jänner 2011, der Gemeinschaftsausstellung kleiner, innovativer Unternehmen der Industrie, die während der großen Richemont-Sause SIHH in Genf stattfinden wird.
Der Name der Uhr mit Kultpotenzial ist Programm, was zu äußerst kontroversen Debatten führte. Weil neben der Schlucht alle anderen Armbanduhren buchstäblich wie alte aussehen. Die Hysek verschmilzt nun Elektrik mit Elektrik, die virtuelle Technik macht's möglich. Typischerweise ist das Haus Hysek. Aber wo Hysek sich von allen anderen bisher existierenden Begriffen abhebt, ist der Inhalt.
Da Hysek und seine Mitarbeiter viel Erfahrungen im "ganzheitlichen" Uhrendesign haben, d.h. in der optisch kombinierten Verbindung von Gehäuse UND Uhrwerk, bringt er nicht nur banal anmutende Handanzeigen auf das Zifferblatt. Die Hysek'sche Auslegung der Mondphasen-Anzeige wird dann zur "Nouvelle Horlogerie". Dabei ist Hysek nicht der Verlockung unterlegen, viele Zusatzfunktionen wie z. B. Telefone oder Musik-Player zu nutzen.
Eines der faszinierendsten Merkmale des gesamten Konzepts ist die Updatemöglichkeit des "Slyde". "Es gibt noch viele Gestaltungsideen, die wir nach und nach verwirklichen werden", sagt Hysek im Interview. Es ist auch vorstellbar, dass andere Uhren-Designer ihre Designs für die "Slyde" realisieren und bereitstellen. Erst wer sich mit der Zeitanzeige und der Konstruktion von Uhrwerken beschäftigt hat, also "aus der Industrie", kann wirklich hochwertiges Uhrendesign für unser Gesamtkonzept ausarbeiten.
Es gibt aber auch begabte Konstrukteure und solche, deren Designs in "Krisenzeiten" niemand gerne umsetzt, weil sie zu kompliziert für die Realisierung mit echten Getrieben und Bauteilen sind. Der " Slyde " wird auch zum idealen Spielplatz für Uhrengestalter. Mit strahlenden Gesichtern verbindet er unsere Begeisterung und sagt uns, dass Hysek schon vor fünf Jahren davon schwärmt, vor allem von den austauschbaren Displays.
Damit zerstreut er den stillen Argwohn, Hysek sei ein einfacher Verfechter des AppStore-Konzepts von Apple. "Zu dieser Zeit war er seiner Zeit schlicht zu weit voraus - jetzt ist es noch sehr fortschrittlich, aber es ist wahrscheinlich der rechte Zeitabschnitt. Der " Slyde " wird an der Baselworld vorgestellt.