Vogel-Uhr für Berlin-Mitte, 2008. 06. 2014, Morgengrauen um 4.45 Uhr.
Jede Vogelspezies fängt ihr Morgenlied vor Tagesanbruch zu einem für ihre Spezies charakteristischen Zeitpunkt an. Es sind in der Konvention die Männer, die ihr Territorium mit ihren Klängen markieren und Frauen anziehen. Manche Typen wie Zilpzalp oder Hausesrotschwanz sind nur bis in den Monat hinein dabei, während die Sperlinge von Jänner bis Jänner bis August mitmachen.
Unauffälliger Vogel mit einer kraftvollen Gesangsstimme. Männer und Frauen haben ein rotbraunes Federkleid, darunter sind sie lichte. Das auffällige Lied des Mannes ist gut zu erkennen an der charakteristischen Pfeifenstrophe mit gestreckten, puren Pfeifentönen, dem "Schluchzen". In der Nacht hört man die Spätromantik singen, aber auch tagsüber hört man sie aus einem Busch singen.
Der Nachtigall braucht laubabwerfende Wälder, Parkanlagen, Gebüsche mit dichter Unterwucherung. Der Mann hat eine markante rote Brüste, einen schwarzen Hals und einen weissen Streif über der Nase. Die Hündin ist unscheinbar bräunlich, beide haben rötlich-schwanzartige Federn. Der Mann ist einer der ältesten Sängerinnen am Morgen: Der Tanzbeginn ist ein langer "huiit-trü-trü-trü", er folgt chattenden Geräuschen.
Etwa 90 Stunden vor dem Morgengrauen beginnt er zu vortragen. Für den Garten-Redstart sind Waldrand, Feldsträucher, Parkanlagen als Habitat notwendig. Der Rüde ist anthrazit bis schwarzgrau mit einem auffälligen roter Schweif, das Hündchen bräunt mit einem roter Schweif. Der Mann rezitiert sein heiseres, kratzendes Lied von Dach oder Schornstein, es ist ein Vers, der oft unvollkommen wiederholbar ist.
Etwa 90 Min. vor dem Morgengrauen beginnen seine Gesänge. Mit der Zeit hat sich der Hausesrotschwanz in den Städten und Gemeinden angesiedelt. Männer und Frauen haben eine bräunliche Oberseite und eine leichte Unterseiten, die mit Braunsprenkeln besprenkelt sind. Der Mann ertönt aus einem hochgelegenen Kontrollraum, oft der oberste Punkt einesbaums.
Er singt kraftvoll und aus mehreren verschiedenen Versen, die in der Regel drei Mal wiedergegeben werden ("didi-didi-didi-didi"). Etwa 70 Min. vor dem Morgengrauen fängt sie an zu vibrieren. Gesangsdrosseln benötigen Gartenanlagen und Parkanlagen mit älteren Bäumen. Vogel-Uhr für Berlin-Mitte, 2008. Juli 2014, Morgengrauen um 4:45 Uhr. Männer und Frauen sind gut durch den orange-roten Halsfleck zu erkennen, der von der Brüste bis ins Gesichtsfeld geht.
Schon am frühen Morgen ist sein funkelnder Klang zu hören. Es ist vielfältig, setzt sich vor allem aus sehr kräftigen Klängen zusammen, das Männliche setzt sich dabei in Bäume oder Sträucher. Etwa 70 Min. vor dem Morgengrauen beginnen seine Gesänge. Wohnt in schroffen Waldgebieten, Gartenanlagen, Parks. Der Mann hat ein schwarzes Gefieder und einen schwarzen Schnäbel, das Mädchen ist völlig brüniert.
Freudig aus gehobenen Orten wie Kaminen, Firstfirsten oder Hochbäumen aussprechen. Der melodische, weit hörbare Gesang setzt etwa eine halbe Std. vor dem Aufgang der Sonne ein und wird bis zu einer halben Std. lang aufgeführt. Blackbirds lebt in Städtchen, Ortschaften, Parks der Welt und Garten. Männer und Frauen haben beide eine grau bis grau-braune Farbgebung, an der Seite am Halsausschnitt und im Halsbereich ein grünes, irisierendes Streifen und an den Halsschenkeln jeweils einen weissen Beize.
Das männliche Lied ist rythmisch, hat einen stumpfen Klang: "ruhgu-ruguhu-guu", es steht in Wäldern oder auf Graten. Seine Gesangseinlagen beginnen etwa eine Autostunde vor dem Morgen. Ringtauben wohnen in Parkanlagen, auf Gräberfeldern, in Gartenanlagen und auch in Stadtzentren. Als einer der Kleinstvögel Europas sind Männer und Frauen an ihrem Braungefieder und ihrem stark nach oben weisenden Schweif zu erkennen.
Das Lied des Männchens setzt sich aus einer Serie von höheren, trillernden Tönen zusammen und ist wegen seiner "Größe" überraschend vorlaut. Er rezitiert sein Lied aus den Büschen oder von der Oberseite eines Zaunpfostens und startet etwa 55 Min. vor Tagesanbruch. Für den Schraubenschlüpfer brauchen wir Wald, Garten oder Park mit engem Dickicht.
Männer und Frauen sind graubraun gefedert, die Männer sind mit einer schwarzen "Kappe" auf dem Haupt, die Frauen mit einer braunen. Die charakteristischen, angenehmen Gesänge des Männchens bestehen aus zwitschernden und lauten Querflöten und werden von Büschen und Baumwipfeln gespielt. Der Start erfolgt etwa 55 Min. vor dem Aufgang. Die Grasmücken bevorzugt Gartenanlagen, Parkanlagen mit älteren Bäumen und dichter Unterwucherung, die bis in die großen Städte reichen.
Er hat etwa die Grösse eines Turmfalkens, das männliche ist plättchengrau mit einer gestreiften Halsöffnung, das weibliche Rotbraunfeder. Er ist schüchtern, der lautstarke Bezirksruf des Männchens ("gu-kuh") jedoch unverwechselbar und jeder weiß es. Etwa 50 Min. vor dem Morgengrauen startet er seinen Anruf. Ihr Auftreten ist davon abhängig, ob geeignete Vogelgruppen ("Wirtsvögel") anwesend sind, zu denen sie ihre Eizellen " unterlegen " können.
Die am häufigsten vorkommende Titte hat einen schwarz-weißen Schädel, einen gelbe Bäuchlein und einen schwarz em Strich auf der Titte, der bei dem weiblichen Wesen enger ist. Das Revierlied des Mannes ist sehr unterschiedlich, es nennt "zizibäh" mit lauter Sprache, kann aber auch andere Tittentypen trügerisch real imitieren. Er steht dabei oft auf hohen Ästen in der Hecke, singt etwa 50 Min. vor Tagesanbruch.
Die Kohlmeise wohnt in Wald, Garten, Park. Kleiner, blau-gelber gefiederter Vogel. Der Mann nennt "tii-tii" aus den Büschen, woraufhin ein Trillern folgt. Etwa eine dreiviertel Stunde vor dem Morgengrauen fängt sie an zu vibrieren. Der Blaumeisenbaum bewohnt Wälder, Obstgärten, Gartenanlagen und Parkanlagen. Der Mann hat ein auffallend farbenfrohes Federkleid, die Brüste sind gerötet, der Schädel ist blaugrau.
Die Frau hat mehr unscheinbare beige-grüne Daunen. Der Mann rezitiert seinen laute, klare Choral ("zipzipzipzip" mit abschließender Verzierung) von einem höher gelegenen Ort, zum Beispiel von First, Schornstein und Steilbaum. Etwa 40 Min. vor dem Morgengrauen fängt er an zu singen. Finken bewohnen Wälder, Gartenanlagen mit hohem Waldbestand. Sowohl Männer als auch Frauen sind olivgrün.
Erkennbar ist die Zeilpzalp an ihrem unverkennbaren Singen. Seine Gesangseinlagen beginnen etwa eine halbe Autostunde vor dem Morgen. Sie lebt überwiegend in Feldbäumen, Parkanlagen und Gartenanlagen mit höherem Bestand und Büschen. Der Mann hat einen blauen Scheitelpunkt, der von Braunfedern umrahmt ist, dazu weisse Backen und einen roten Brust.
Die Frau ist unscheinbar dunkelbraun verfärbt. Der Mann nennt "Tschilp" lauter und ausdauernder Weise und setzt sich dabei in die Nisthöhle, die oft in Gebäudenischen aufgesetzt wird. Ungefähr eine halbe Autostunde vor dem Morgengrauen fängt er seinen Anruf an. Hausspatzen kommen in innerstädtischen Gebieten mit Parkanlagen, Außenbezirken und Ortschaften vor.
Ihr " Prachtgewand " haben Männer und Frauen mit schwarzvioletten, metallic leuchtenden Schwungfedern und einem gelbechnabel im Frühjahr. Der Mann spielt seinen sehr vielfältigen Choral von einem hohen Punkt auf der Dachfirst, Baumkronen und Beats mit den Schwingen bei dieser Gelegenheit. Er imitiert als guter Nachahmer andere Vogelarten und auch Handy-Klingeltöne vorzüglich.
Seine Gesangseinlage ist etwa eine viertel Stunde vor dem Morgengrauen. Der Mann hat ein gelb-grünliches Federkleid, das weibliche ist ein einfach graugrünes Federkleid. Das Revierlied des Männchens ist ein zurückkehrender "djüpdjüpdjüp" oder "djüüüüüüüür", der von einem Ast oder im Fluge gesprochen wird. Ungefähr 10 Min. vor Tagesanbruch fängt er an zu vibrieren. Grüne Finken kommen oft in Feldbäumen, Parkanlagen und Gartenanlagen, an Waldrandgebieten und auch in Großstädten vor.
Fachberatung: Lars Lachmann, Berater für Vogelkunde und -schutz beim Nationalpark Deutschland e. V.