Comtoise uhr

Armbanduhr Comtoise

Die Comtoise Uhr (kurz: Comtoise, Syn.:Burgunder Uhr, Morbier Uhr) ist eine französische Pendeluhr aus der französischen Region Franche-Comté. Originale antike Comtoises, wie z.B. Mayet-Uhren und Hühneruhren.

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Die Comtoise Uhr (kurz: Comtoise, Syn.:Burgunder Uhr, Morbier Uhr[1]) ist eine franzoesische Uhr aus der franzoesischen Franche-Comté. Es wurde von etwa 1680 bis zum Ende des neunzehnten Jahrhundert in der Umgebung von Morez produziert. Der Comtoise war für den einfachen Haushalt mit nur einer Uhr gedacht. Um eine bessere Transportierbarkeit zu gewährleisten, besteht das Uhrenpendel aus einer Bleikugel, die an einer aus mehreren Kettengliedern bestehenden Kette aufgehängt ist.

Die Erscheinung der damaligen Komtoisen war durch das typisch schwarze, nahezu würfelförmige Zifferblatt und das gewölbte Emailzifferblatt mit Bronzeapplikationen gekennzeichnet. Eine Bronzeapplikation, in der Regel in Gestalt eines Gallierhahns, dient auch als Vorsatz oder Krone, weshalb diese Uhren in der Fachwelt auch als "Chicken Clock" bezeichnet werden. Dieses Uhrwerk besteht zumeist aus vier Säulen, in die die großen Messingrollen durch Sprossen eingelegt werden.

Zunächst unterscheiden sich die Uhren des neunzehnten Jahrhundert nur geringfügig von ihren Vorläufern. Aus dem Uhrwerk wurde ein vorderer Oszillator, d.h. "bei den heutigen Uhren schwingt das Uhrwerk vor den Lasten statt hinter ihnen. Ebenfalls eine Neuheit war das Klapppendel, das aufgrund der bereits geschilderten Transportproblematik aus einer klappbaren Stange aus Metall besteht.

Der Bleikolben war einer schmückenden Pendelscheibe aus Messingblech nachgegeben. Der hiesige Tischler war neben dem Hufschmied nun auch an der Comtoise beteiligt. Zur Aufgabe gehört von nun an die Produktion von Holzkisten, die die Comtoise jetzt der klassizistischen Wanduhr bzw. Stuhluhr um eine Großvateruhr ergänzen. Aufgrund der breiten Pendelschwingung war das hölzerne Gehäuse einer Comtoise durch eine bauchige Gestalt gekennzeichnet.

Diese Uhren wurden in der späten Zeit überwiegend aus weichem Holz mit einer Dekorationsmalerei gefertigt. Letztere war in unterschiedlichen Versionen mit einem Automat ausgestattet, der in der Regel eine Handwerkerszene darstellte, deren Gestalten sich mit dem Hängependel zeitlich bewegte. Der Einsatz der viel schweren Leier- und Messingbolzen machte die Ankerwelle notwendig, da die Spindelfederhemmung nicht mehr die nötige Krafteinwirkung für das größere Pendelgewicht erbringen konnte.

Comtoise-Uhren wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in den 70er Jahren als Klassiker populär; viele davon wurden in Deutschland verkauft.

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